Plasma TV
PLasma TV und Ihre Funktion
Bei dem Plasma-TV handelt es sich um einen farbigen Flachbildschirm, welcher mit Hilfe von Leuchtstoffen verschiedenfarbiges Licht erzeugt. Diese Leuchtstoffe werden vom Plasma, welches durch Gasentladungen erzeugt wird, angeregt. Somit können Plasmabildschirme ein besonders kontrastreiches und helles Bild bieten, ausserdem haben sie ein weitaus größeres Farbspektrum als herkömmliche TFT-Bildschirme, ihre Größe kann bis zu 304 cm betragen. Das Plasma selber ist ein ionisiertes Glas, das heißt, dass es neben neutralen Teilchen, welches Glas für gewöhnlich enthält, auch noch angeregte Atome, freie Ionen und Elektronen besitzt. Durch die spontane Emission angeregter Atome können Plasmen somit Ultraviolettstrahlung und Licht erzeugen, die Leuchtstoffe werden hierbei durch die Ultraviolettstrahlung von verwendeten Edelgasen zu einer Emission angeregt, so dass sichtbares Licht entstehen kann.
Der Aufbau des Plasma-TV an für sich ist recht einfach, zwischen zwei tragenden Glasplatten befinden sich viele kleine Kammern, wovon jeweils immer drei der Kammern einen Bildpunkt, auch als Pixel bekannt, ergeben. Jede einzelne dieser drei Kammern leuchtet mittels spezieller Leuchtstoffe später entweder grün, rot oder blau, also in allen drei Grundfarben und besitzt eigene Elektroden.
Die Farben, die man letztendlich auf dem Bildschirm zu sehen bekommt, werden mit Hilfe dieser drei Kammern und somit der drei Grundfarben durch eine additive Farbmischung hergestellt. Soll auf dem Bildschirn nun also beispielsweise die Farbe Gelb angezeigt werden, so würden in diesem Fall die roten und grünen Kammern leuchten.Jede einzelne Kammer ist gefüllt mit einem aus Neon und Xenon bestehendem Edelgas-Gemisch, da der Druck in der Kammer viel niedriger ist als der normale Luftdruck, kann man hierbei fast von einem Vakuum sprechen. Dieses Gemisch kann von Hersteller zu Hersteller wahlweise variieren, oftmals wird Helium mit beigemischt, der Anteil des Xenon beträgt ungefähr zwischen 3 und 5 %. Damit ein zusammenhängendes Bild erzeugt werden kann, wird das sich in der jeweiligen Kammer befindliche Gas durch einen Transistor ionisiert, so dass ein Plasma entstehen kann. Trifft die durch das Plasma erzeugte Ultraviolettstrahlung nun auf die verschiedenen Leuchtstoffe in den jeweiligen Kammern, so können die Grundfarben erzeugt werden, da die Leuchtstoffe die unsichtbare Ultraviolettstrahlung in sichtbares Licht in der jeweiligen Farbe umwandeln. Durch die starke Verdünnung des sich in den Glasplatten befindlichen Gases sind die Temperaturen des Plasmas sehr gering, zur einer Zündung der jeweiligen Kammern sind bis zu hundert Volt Spannung nötig. Auf der unteren Glasplatte, welche gleichzeitig als Isolationssicht fungiert, befindet sich ein Adress-Elektrodenstreifen, der mit Hilfe der oberen Elektroden eine Ansteuerung jeder einzelnen Kammer möglich macht. Dadurch können die elektrischen Felder in den jeweiligen Kammern beeinflusst werden, was im Endeffekt eine Änderung der Helligkeit sowie der abgestrahlten Farbe zur Folge hat.
Durch die horizontale Anordnung der sich an der unteren Glasplatte befindlichen Adresselektroden und die vertikal angeordneten Elektroden der jeweiligen Kammern entsteht ein komplexes Gitter, welches die Steuerung der einzelnen Kammern möglich macht. Da Plasma-TV in einer Art Sandwichverfahren hergestellt werden, sind sie besonders flach und bieten somit bei einer geringen Tiefe eine besonders hohe Bildauflösung, nach 20 Jahren kann die fabelhafte Darstellung des Plasma-TV jedoch nachlassen, der Kontrastwert kann durch die Abnutzung enorm sinken.
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Grafik:Wikipedia.de

